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Hier sind grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Harninkon-
tinenz zu unterscheiden. Entweicht Urin unfreiwillig bei körperlicher
Belastung wie Husten, Niesen oder sportlicher Betätigung,
so spricht man von einer Belastungsinkontinenz.
Abzugrenzen hiervon ist die so genannte Dranginkontinenz. Hierbei
handelt es sich um eine überaktive Blasenmuskulatur, die
sich
ständig zusammen ziehen will und so eine volle Harnblase
signalisiert. Die Folge sind plötzlicher, häufigerHarndrang
und ungewollter Urinfluss. Diagnostische
Mittel zur Abklärung der unterschiedlichen Inkontinenzformen:
- Sonographie - zur Bestimmung des Harnblasenvolumens
und des Restharns
- Uroflowmetrie - zur Messung des Harnstrahles
- Zystoskopie - eine mittels Video-Camera durchgeführte
Harnblasenspiegelung
- Urodynamik (Cystomanometrie) Harndruckmessung zur exakten
und individuellen Einordnung der vorliegenden
Harninkontinenzform Behandlungsmethoden
a) nicht operative Maßnahmen:
- Biofeedback Training
- Beckenbodentraining
- Beckenbodenstimmulation
- Neuromodulation
- Botulinum-Toxin b) operative
Maßnahmen:
- Bandoperationen
Bei dieser Methode werden dünne, netzartige Dacron-Bändchen
spannungsfrei (TVT) Tension Free Vaginaltype, um die Harnröhre
platziert. Auf diese Weise wird die mittlere Harnröhre
stabilisiert.
In über 80% der Fälle ist dieser wenig invasive Eingriff
erfolgreich.
- Prolaps oder Aufrichtungsoperationen
Hierbei wird die Harnblase in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt
und über eine so genannte Sakropexie fixiert. Dies kann
abhängig
vom Befund durch eine offene Operation oder auch über eine
endoskopische Operation laparoskopisch, in der so genannten
Schlüssellochtechnik, erfolgen.
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